Lesen Sie das Schreiben nicht nur bis zur fett hervorgehobenen Frist. Erfassen Sie Absender, vertretene Partei, beanstandete Werbung, genannte Rechtsgrundlage, verlangte Unterlassung, begehrte Auskünfte, behauptete Kosten und angekündigte gerichtliche Schritte jeweils getrennt. Beilagen und Verweise gehören zur Prüfung dazu.
Besonders wichtig ist die genaue Beschreibung der angeblichen Verletzung. Geht es um eine einzelne Aussage, eine Preisgegenüberstellung, eine Kundeninformation, eine Produktgestaltung oder eine laufende Kampagne? Ein pauschaler Vorwurf wie „irreführende Werbung“ zeigt noch nicht, welcher Wortlaut, welche Zielgruppe und welcher Gesamteindruck rechtlich angegriffen werden.
Erstellen Sie daneben eine kurze Chronologie. Wann wurde die Werbung erstmals eingesetzt, in welchen Medien erschien sie, wer hat Inhalte freigegeben und wann ist das Schreiben eingegangen? Diese Reihenfolge hilft, behauptete Wiederholungen und den aktuellen Handlungsbedarf sachlich zu beurteilen.