Verfügbarkeit beginnt bei der Frage, ob das konkrete Produkt bestellt werden kann. Ein Lagerbestand im Warenwirtschaftssystem ist dafür ein wichtiges Indiz, ersetzt aber nicht die Prüfung von Reservierungen, beschädigter Ware, gesperrten Varianten oder regionalen Beständen. Wer erst nach der Bestellung beim Lieferanten disponiert, muss diesen Ablauf in der Werbeaussage klar abbilden.
Versand bezeichnet üblicherweise den Zeitpunkt, zu dem die Ware das Unternehmen verlässt oder an den Transportdienstleister übergeben wird. Zustellung meint den Zugang bei der bestellenden Person. Zwischen diesen Ereignissen liegen Transport, Abholzeiten, Wochenenden, Feiertage und mögliche Zustellhindernisse. Eine präzise Werbung darf diese Schritte nicht in einer scheinbar sicheren Ankunftsfrist vermischen.
Auch der Bestellzeitpunkt kann eine Rolle spielen. Ein Shop, der „Versand am selben Tag“ verspricht, muss den Bestellschluss und die betroffenen Liefergebiete so angeben, dass die Aussage verständlich bleibt. Die konkrete Bestellseite, die Versandart und die gewählte Produktvariante müssen gemeinsam geprüft werden.